Bücher / Ebooks schreiben
Bücher und Ebooks zu veröffentlichen ist keine schwierige Angelegenheit. Onlineanbieter bieten diese Option an, für wenig Geld. Optimaler ist es jedoch, wenn das Buch bei einem Verlag so Anklang findet, dass dieser es auf herkömmlichem Wege auflegen und publizieren möchte. Und das ist auch das Ziel eines Autors, der viel von seinem Buch hält und der Meinung ist, dass es auch anderen gefallen wird. Und der das Buchschreiben mit einer gewissen Ernsthaftigkeit betreibt.

Die meisten Werke werden nicht innerhalb einer Woche geschrieben. Vielmehr ist es ein längerer Prozess, und das Buch wird immer wieder umgeschrieben, Rollen werden neu definiert und ausgearbeitet, Recherche wird betrieben – so sollte es zumindest sein. Auch ein Stephen King benötigt weit länger als nur eine Woche, um ein Buch zu schreiben. Warum sollte es bei einem Hobbyautor also anders sein.

Unabhängig davon, ob Roman, Krimi, Sachbuch oder Fachbuch – und auch egal, ob eine Veröffentlichung als Buch, Audiobook und/oder Ebook angedacht ist, das Geschriebene sollte Hand und Fuß haben und erst veröffentlicht werden, wenn es annähernd perfekt ist. Denn nichts ist enttäuschender als ein Buch, das keine Leser findet. Ein Buch, an dem man vielleicht Jahre lang geschrieben hat, bevor man es veröffentlicht. Gerade in der Endphase neigt so mancher Autor dazu zu sagen, das Buch muss jetzt raus, ich kann es nicht mehr sehen. So wird es nicht einmal mehr von einem Dritten gegengelesen, und Jahre später ärgert man sich vielleicht, weil sich zahlreiche Rechtschreibfehler und Unstimmigkeiten darin wider finden. Die eigentliche Gefahr liegt aber auch darin, dass ein unausgereiftes Buch erst gar nicht vom Verleger veröffentlicht wird.

Hat man sich vorgenommen ein Buch zu schreiben, und auch eine Idee im Kopf, so scheitert der Hobbyautor meist bereits an den ersten Kapiteln. Denn ihm fehlt in der Regel das handwerkliche Wissen. Gerade bei der Bellestrik, wo der Spannungsbogen, die Ausarbeitung der Figuren und das Recherchieren von Hintergrundwissen von großer Bedeutung ist, stoßen viele Hobbyautoren schnell an ihre Grenzen. Ist die Geschichte in der eigenen Fantasie noch gut zu erzählen fällt es oft schwer, die Gedanken so niederzuschreiben, dass es eine fesselnde und spannende Geschichte wird. Doch nicht nur bei Erzählungen / Romanen tritt dieses Phänomen auf, auch wenn man das eigene Wissen zu einem bestimmten Thema in ein Fachbuch / Sachbuch packen möchte und es somit weitergeben möchte. Man weiß um sein Wissen, doch es so aufzubereiten, dass auch andere den eigenen Gedankengängen folgen können und dass das Wissen anschaulich vermittelt wird, ist keine einfache Sache. So sollte jedes Buch damit beginnen, sich einen Plan zu machen und sich Hintergrundwissen anzueignen. Bei Erzählungen auch, die Figuren auszuarbeiten. Hierzu gibt es hilfreiche Lektüren, die auch im Internet zu finden sind. Wie schreibe ich ein Buch? , damit haben sich schon viele Menschen beschäftigt, und deren Erfahrungen können dem eigenen Projekt dienlich sein.

Ist das Werk vollendet, sollte man sich unbedingt weitere Meinungen einholen. Von Menschen, die einem nahe stehen, und die keine Scheu davor haben, Kritik zu äußern. Und vielleicht auch von Profis, die sich mit dem jeweiligen Thema auskennen. So viele Meinungen wie möglich einholen, und das Geschriebene kritisch beäugen lassen ist ein wichtiger Punkt. Denn der Autor selbst hat eine sehr subjektive Sicht auf sein Werk, objektive Meinungen können nicht schaden. Ist das Buch vollendet, so kann man sich intensiv damit beschäftigen, wie man es veröffentlicht. In der Regel werden hier als erster Schritt die Manuskripte an die geeigneten Buchverlage eingeschickt, mit der Bitte um Prüfung. Die meisten Bücher fallen hier jedoch durch, außer der Autor hat sich bereits einen Namen gemacht. Ist dieser Versuch fehl geschlagen kann man sich überlegen, ob man das Buch auf eigene Kosten veröffentlicht, gerade online gibt es zahlreiche, bezahlbare Angebote. Oder man veröffentlicht es als Ebook, was in der Regel nicht mit Kosten verbunden ist – da hier jedoch weniger potentielle Leser zu finden sind als beim gebundenen Buch, sind Ebooks bei Autoren jedoch meist nicht die erste Wahl.


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